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Aktionswoche 2017

 

Aktionwoche zu
 „Patenschaft für Kinder psychisch erkrankter Eltern“
vom   15. – 19. Mai 2017
Programm:
Ausstellung „Kindersprechstunde“ im Schalterraum der Sparkasse Günzburg – Hauptstelle, An der Kapuzinermauer  (Mo.- Fr.)
Kurzvortrag und Podiumsdiskussion in der Joseph-Bernhart-Fachakademie für Sozialwesen in Krumbach am Di, 16.05.2016
Filmvorführung im BiiGz am Mi. 17.05.2017
Vortrag von Dr. Tschauner im Vortragssaal der AOK Günzburg am Do. 18.05.2017

Genauere Infos s.Flyer und Plakate im Vorfeld der Veranstaltung

Familienpatenschulung 2016:

Freitag 06. und 13. Mai, 03. und 10. Juni 2016 jeweils von 14.00 – 20.00 Uhr

Samstag 07. und 14. Mai 2016 jeweils von 10.00 – 17.00 Uhr

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Im Sommer 2015 ließen sich 10 Familienpatinnen und Familienpaten in 6
Tagen schulen und für ihre Einsätze in den Familien vorbereiten. Martina
Wowra und Dorothea Gimpert waren als Leiterinnen sehr stolz auf ihre
Schützlinge!

In enger Kooperation mit dem Landratsamt Günzburg bauen wir als Partner von Netzwerk Familienpaten unser neues Projekt Familienpaten auf.

Über unser Patenschaftsmodell:
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Foto: Bezirk Schwaben

Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert (links) und Bezirksrätin Stephanie Denzler (Zweite von links) freuten sich mit den Ehren- und Hauptamtlichen vom Kinderschutzbund Günzburg über die Auszeichnung. Mit dabei war auch Matthias Kiermasz, Vorsitzender des Kinderschutzbundes im Landkreis und Bürgermeister der Gemeinde Kammeltal (Dritter von rechts).

Stärkung für die seelische Widerstandskraft

Auszeichnung Das Patenschaftsprojekt für Kinder psychisch kranker Eltern im Landkreis Günzburg erhält den Ehrenamtspreis des Bezirks Schwaben

Augsburg/Landkreis Alle zwei Jahre zeichnet der Bezirk Schwaben Initiativen und Projekte im sozialen Bereich aus, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich um Menschen mit Behinderung, pfege- und hilfebedürftige ältere Personen oder auch Kranke kümmern. Heuer wurde der ansonst mit 5000 Euro dotierte Preis erstmals auf drei Preisträger verteilt. Einer davon ist der Kinderschutzbund im Landkreis Günzburg mit seinem Patenschaftsprojekt für Kinder psychisch kranker Eltern.

Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert betonte bei der Verleihung des Ehrenamtspreises in Augsburg: „Wir möchten mit dem Ehrenamtspreis den Blick nicht auf die großen Gesten und öffentlichkeitswirksamen Initiativen lenken – sondern jene in den Mittelpunkt stellen, für die der Einsatz für Menschen eigentlich eine selbstverständliche Sache ist.“

Das Patenschaftsprojekt für Kinder psychisch kranker Eltern erhielt bei der Verleihung den zweiten Preis und damit 1500 Euro. Jurymitglied Petra Seidel, Leiterin der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen Augsburg und Schwaben, sagte in ihrer Laudatio: „Kinder in Familien mit einem psychisch kranken Elternteil erleben eine ‚andere‘ Kindheit. Die Forschung zeigt, dass diese Kinder ein dreifach erhöhtes Risiko trifft, später selbst einmal psychisch zu erkranken. Längsschnittuntersuchungen haben jedoch auch erwiesen, dass jeder positiv verlaufende Außenkontakt die seelische Widerstandskraft dieser Kinder stärkt.“ Hier setze das Patenschaftsprojekt ein und erfülle eine ganz wichtige Funktion.

Ehrenamtliche – das können Familien oder auch Einzelpersonen sein – übernehmen durch die Vermittlung des Kinderschutzbundes eine Patenschaft für ein Kind eines psychisch erkrankten Elternteils. Häufig handelt es sich dabei um alleinerziehende Mütter, die nicht nur mit ihrer psychischen Erkrankung, sonder auch mit sozialen und materiellen Problemen belastet sind. „Patenschaft bedeutet bei diesem Projekt, dass das Kind selbstverständlich in seiner Herkunftsfamilie verbleibt – aber einmal wöchentlich und an einem Wochenende im Monat in der Patenfamilie eine andere Umgebung erfahren, einen anderen Familienalltag mitbekommen, sich entspannen und etwas anderes erleben kann“, so Seidel. Zugleich werden auch die betroffenen Mütter und Eltern der Kinder so zeitlich entlastet. Auch zwischen den „Pateneltern“ und den leiblichen Eltern soll eine Beziehung entstehen: keine Konkurrenz, sondern eine wertvolle Bereicherung für die Kinder. Das Projekt sei präventiv, innovativ und mit einer hohen Verantwortung für die Ehrenamtlichen verbunden.

Den ersten Preis mit 3000 Euro erhielten die 24 Ehrenamtlichen, die beinahe täglich im Seniorenzentrum Nersingen den Heimalltag mitgestalten. Der dritte Preis und 750 Euro gingen an die Laienhelfergruppe an der Elisabethenstiftung Lauingen, die sich seit mehr als 30 Jahren für die Bewohner des therapeutischen Zentrums für Senioren, Pflege, Sozialpsychiatrie und im Hostpiz engagieren.

„Jedem einzelnen Ehrenamtlichen, auch jenen, die heute hier sind und keinen Preis empfangen, zolle ich meinen höchsten Respekt – sie machen unsere Gesellschaft menschlicher“, betonte Reichert. Viele aktivierende und fördernde Angebote wie Kreativgruppen, Singkreise oder auch Ausflüge könnten in Einrichtungen und Heimen ohne den ehrenamtlichen Einsatz nicht gewährleistet werden. „Ihr ‚Lohn‘, ihre Belohnung, sind für diesen Einsatz eine Sinnerfüllung, die das Ehrenamt stiften kann, Dankbarkeit und Anerkennung durch die Menschen, um die sie sich kümmern und die hauptamtlichen Mitarbeiter, aber vor allem auch die menschliche Bereicherung, das das Ehrenamt dem Ehrenamtlichen auch bringt.“

(Aus der Günzburger Zeitung vom 28. Oktober 2015)